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Osteopathie für Kinder 

Auch wenn Osteopathie keinen Altersunterschied macht, ist sie gerade und vor allem bei Kindern angezeigt. In keiner Zeitspanne gibt es so viel Bewegung im Organismus, wie zwischen Geburt und Pubertät. Es werden große anatomische, physiologische und psychische Veränderungen vollzogen, die die Osteopathie hilfreich und vorbeugend positiv beeinflussen kann.

Osteopathie für KinderDie Kindheit beginnt mit der Geburt, welche wohl zu den traumatischsten Vorgängen im Leben eines Menschen zählt. Der Schädel des Säuglings besteht aus mehreren Knochen, welche bei der Geburt noch in Form weicher Knochenschichten und Bindegewebsplatten vorliegt, die bis zur Pubertät, teilweise auch wesentlich später zusammenwachsen und z.T. auch verknöchern. Auf Grund der Enge des mütterlichen Beckens kommt es im Geburtsverlauf zu großen auf den Kopf des Neugeborenen einwirkenden Kräften. Sie können den kindlichen Kopf u.a. um ca. 2cm im Durchmesser komprimieren. Dieses kann zu mehr oder weniger starken Verschiebungen der Knochensymmetrie führen. Umso mehr, wenn es zum Einsatz der Geburtszange oder der Saugglocke kommt.

Die Säuglinge haben einen natürlichen Selbstregulierungsmechanismus durch Schreien oder Saugen. Wenn dieser nicht wirksam genug ist, können sich durch die Kopfasymmetrien Druck- oder Zugwirkungen aufbauen, die Störungen an Schädelnähten und Nervenaustrittspunkten verursachen. Diese können zu Irritationen der Nerven und ihrer begleitenden Blutbahnen führen, die dann zu sofortigen Folgen für den Säugling führen können. Übermäßiges Schreien, Blähungen und schmerzhafte Koliken, Einschränkungen beim Saugen und Schlucken, schwallartiges Spucken, Ein- und Durchschlafstörungen sind möglich.

Auch Traumata wie Stürze oder Infektionen können sich auf die Körpergewebe mit nachfolgenden Druck- und Zugwirkungen bemerkbar machen, welche sich störend auf ein harmonisches und schmerzfreies Befinden des Kindes auswirken können. Diese Störungen können sich als Entwicklungsverzögerung oder-stillstand zeigen. Osteopathie für Kinder

Die Entwicklung der Kinder findet innerhalb einer großen Zeitspanne statt. Beispielsweise lernen manche Kinder mit 10 Monaten laufen, andere erst mit 18 Monaten. Kritisch ist es, wenn über eine längere Zeitspanne keine Weiterentwicklung zu erkennen ist; z. B. das Kind zeigt keine Anzeichen sich von der Rückenlage auf den Bauch drehen zu wollen oder es stützt sich in der Bauchlage nicht auf den gestreckten Arm oder kommt nicht zum Sitzen.

Nach Abklärung durch den Kinderarzt, um eine ernsthafte neurologische Erkrankung auszuschließen, kann eine osteopathische Behandlung für ihr Kind hilfreich sein.

Die Osteopathie ist durch ihr sanftes Vorgehen eine gute Behandlungstechnik. Somit ist die individuell beste Entwicklung ihres Kindes ohne Medikamente möglich.

 

 

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