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● Was ist Osteopathie?

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche Betrachtungsweise des Körpers, mit einem daraus hervorgehenden umfassenden Therapiekonzept für Körper, Geist und Seele. Die Osteopathie bedient sich der wissenschaftlich gesicherten Medizin, Chemie, Physik und Biologie und auch der Methoden, die sich von der Erfahrung her als sinnvoll erwiesen haben. Die Grundlagen für einen Osteopathen sind ein fundiertes Wissen in Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers, geschulte und erfahrene Hände und das intuitive Erfassen von Zusammenhängen von Körper, Geist und Seele.

● Geschichte der Osteopathie

Entwickelt wurde die Osteopathie von dem amerikanischen Mediziner Andrew Taylor Still im Jahr 1864.

Angetrieben von Still's persönlichen Schicksalsschlägen, wie der Verlust drei eigener Kinder an Hirnhautentzündung und seiner Erkenntnis in die Unzulänglichkeit der damaligen Medizin, setzte er sich mit der Medizin und dem, was die Medizin sein sollte, neu auseinander. Er studierte intensiv die Natur, nutzte seine Erfahrungen als Arzt und erweiterte seine Kenntnisse in Anatomie und Funktion des menschlichen Körpers. Dabei entwickelte er das Konzept der osteopathischen Wissenschaft und Philosophie. Still gründete 1892 die erste Schule für Osteopathie in Kirksville Missouri.

Still verlangte von seinen Schülern nicht nur exakteste Kenntnisse in Anatomie und das Schulen des Tastsinns, sondern auch die Berücksichtigung einer philosophischen und spirituellen Dimension im Menschen.

 

● Osteopathie verstehen

„Leben ist Bewegung“

Dieses Prinzip gilt für uns als Ganzes, genauso wie für die einzelnen Strukturen aus denen unser Organismus besteht. Jede einzelne Zelle lebt, ist beweglich und bewegt sich. Spürbar wird dieses Prinzip bei der rhythmischen Atembewegung, dem Herzschlag, die unwillkürliche Arbeit unserer Verdauungsorgane, Lidschlag.

Jedes Körperteil, jedes Organ benötigt zum optimalen Funktionieren viel Bewegungsfreiheit. Ist die Beweglichkeit eineschränkt, entstehen aus Sicht der Osteopathie zunächst Gewebespannungen und darauf folgend Funktionsstörungen. Die Summe dieser Fehlfunktionen kann der Organismus aus Sicht der Osteopathei nicht mehr kompensieren - es entstehen Beschwerden.

Beim Forschen nach den Ursachen der Beschwerden im menschlichen Körper stehen eine Strukturstörung und die daraus resultierende Fehlfunktion im Vodergrund. Diese so genannte somatische Dysfunktion gilt es aufzuspüren und zu beheben. Die Osteopathie behandelt demzufolge keine Krankheiten im eigentlichen Sinne, sondern Bewegungsstörungen im weitesten Sinne.

Unser Organismus besteht aus unzähligen Strukturen, die alle direkt oder indirekt miteinander zusammenhängen. Den Zusammenhang stellen die Faszien her, dünne Bindegewebshüllen, die jede Struktur umgeben und gemeinsam eine große Körperfaszie bilden. Bewegungseinschränkungen und Fehlfunktionen können sich aus Sicht der Osteopthie über die Faszien verbreiten und sich an einem anderen Ort des Körpers durch Beschwerden zeigen.

So können Beschwerden auch bei gleicher Ursache je nach Patienten völlig unterschiedlich sein, oder gleiche Bescherden haben nicht immer die gleiche Ursache. Auf Grund dessen wird  den Patienten in seiner Gesamtheit zu betrachten - zum einen in der Einheit auf von Körper , Geist und Seele und zum anderen in seiner körperlichen Einheit auf allen Ebenen.

 

● Grenzen der Osteopathie 

Alle akuten Erkrankungen wie schwere Infektionen, Herzinfarkt, psychische Krisen usw. gehören nicht unmittelbar in die Hände von Osteopathen.

Eine begleitende Behandlung kann in einzelnen Fällen den Heilungsprozess unterstützen, Rückfälle vermeiden und oder weiteren Beschwerden vorbeugen.

 

 

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